HF-Technik zum Anfassen: VNA-Workshop

Am 3. Oktober 2026 lud der ADL328 Hollabrunn zum VNA-Workshop – und die Funkamateure folgte dem Ruf. Wir durften sogar einen Gast aus Spanien begrüßen. Konzipiert als maßgeschneidertes Power-Upgrade für die frisch lizenzierten Funkamateure aus dem Kurs des LV3 (und als perfektes Warm-up für das Antennenworkshop am kommenden Wochenende), drehte sich an diesem Tag alles um die faszinierende Welt der Hochfrequenz-Messtechnik. Hier ist der kompakte Rückblick auf einen Tag voller rauchender Köpfe, Aha-Momente und bester Amateurfunk-Stimmung:

Vormittag: Die graue Theorie? Von wegen!

Ohne das passende Fundament an Wissen funktioniert keine Antenne. Deshalb startete der Vormittag mit dem nötigen theoretischen Rüstzeug. Gemeinsam verschafften sich die Teilnehmer den perfekten Durchblick: Was ist ein VNA (Vektor-Netzwerk-Analysator) überhaupt und welche Geheimnisse der HF-Technik kann man ihm entlocken? Eine knackige Einführung in die berühmt-berüchtigten s-Parameter (Streuparameter) machte den Theorie-Block komplett und sorgte für die ersten echten Erleuchtungen.

Nachmittag: Rechnen, messen, abstimmen!

Nach der verdienten Mittagspause hieß es: Messgeräte an und rein in die Praxis! Im fliegenden Wechsel wurden konzentrierte Bauteile wie Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Trafos, BALUNs, Quarze sowie Tiefpass- und Bandpass-Filter analysiert. Danach wurde es richtig spannend: Der Tisch bog sich vor Antennenmodellen. Ob gestreckter
Dipol, Faltdipol, Discone, HB9CV, Slim-Jim, J-Pole oder Bow-Tie – nichts blieb ungemessen. Auch die verschiedenen Anpassungsarten wie Lambda-Halbe-Umwegleitung und Gamma-Matches wurden genau unter die Lupe genommen.

Die Challenge des Tages: Die Frequenzbereiche mussten allein aus den mechanischen Abmessungen der Antennen errechnet und der VNA danach kalibriert werden. Um es knifflig zu machen, lagen die Dimensionen bewusst außerhalb der typischen Amateurfunk-Bänder. Der unangefochtene Gegner? Ganz klar die Magnetic Loop Antenne – mit ihrer geringen Bandbreite forderte sie den Teilnehmern beim Messen alles ab. Es wurde eifrig gerechnet, gemessen und bis zum perfekten Match abgestimmt!

Gemütlicher Ausklang auf dem Dach

Nach getaner Arbeit folgte die Belohnung: Der Abend klang bei bester Laune auf der sonnigen Dachterrasse aus, wo auch das obligatorische Gruppenfoto der Workshop-Crew geschossen wurde.

Ein riesiges Dankeschön geht an das Sport- und Seminarhotel Hollabrunn für dien Bereitstellung des Vortragssaals.

Das war Amateurfunk-Ausbildung auf Top-Niveau. Die Antennen für das nächste Wochenende sind vorbereitet, die Handhabung mit den VNAs ist verstanden und geübt – die nächste Generation der Funkamateure ist bereit für die Praxis!
73, Harald OE3HBS

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